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09.10.2019

Allgemeines vom TSV Vaterstetten e.V.

TSV V-Wanderer auf Reisen ins "Obere Donautal"

von Karin Stammel

Von Sigmaringen bis Beuron

Tag 1: Anreise über Mengen-Ennetach und Sigmaringen nach Stetten am kalten Markt

Betr.: Wanderung mit dem TSV Vaterstetten ins Obere Donautal vom 26.9.19 bis 29.9.2019

Organisation:  Beate Kammel

Tagesbericht vom 26.9.19 von Heidi Knobloch

Um 7:00 Uhr startete unsere Wandergruppe mit Andreas Höher in Baldham/Vaterstetten.

Unser erstes Ziel war die Nudelfabrik Gaggli in Mengen-Ennetach, wo wir auch pünktlich um 11:00 Uhr ankamen. Eine freundliche Mitarbeiterin nahm uns in Empfang und erzählte uns erst einmal alles über die verschiedenen Nudelsorten. Nach eingehender Unterweisung der Sicherheits- und Hygienevorschriften traten wir vermummt mit Haube, Mäntelchen und Überzieher für die Schuhe unsere Führung an. In den nächsten eineinhalb Stunden erfuhren wir alles über die Nudelherstellung von der Pike auf bis zum Versand in die Welt hinaus und in die Regale unserer Supermärkte. Es war alles sehr eindrucksvoll.

Nachdem sich jetzt auch langsam Hungergefühl einstellte, freuten wir uns auf unser versprochenes Nudelgericht. Im Speiseraum erwartete uns auch schon der Koch. Unsere nette Führerin begann schon mal mit dem Servieren. Der erste Tisch hatte sein Essen schon vor sich stehen, dann plötzlich ein schriller Pfeifton, der nicht aufhören wollte. Schon erschien eine Mitarbeiterin, die uns aufforderte das Gebäude umgehend zu verlassen.

Draussen auf dem Parkplatz angekommen, brauste auch schon die Feuerwehr mit Tatütata herbei, um nach dem Rechten zu sehen. Nach ca. einer halben Stunde durften wir wieder ins Haus und unser Nudelgericht essen, was vorzüglich schmeckte. Wir erfuhren dann, dass wohl ein Schwelbrand in einer Schaltanlage in der Produktionshalle die Ursache war. Nach so viel Aufregung kauften einige von uns noch Nudeln ein, und dann steuerten wir unser 2. Ziel an, die Stadt Sigmaringen.

Unsere Fremdenführerin erzählte uns bei dem zweistündigen Rundgang alles Wissenswerte über die Stadt und das Adelsgeschlecht der Hohenzollern. Einige von uns machten dann noch einen flotten Fussmarsch an der Donau entlang, und danach ging‘s zum Bus und ab ins Hotel nach Frohnstetten, wo wir sehr freundlich mit einem Glas Sekt begrüßt wurden. Nachdem alle ihre Zimmer bezogen hatten, trafen wir uns zum Viergang-Menü  im Speiseraum und ließen den Abend in geselliger Runde ausklingen. Welch ein schöner abwechslungsreicher Tag!

Tag 2: Wanderung Teufelsbrücke, Amalienfels und Meinradkappelle

Am 2. Tag unserer Reise erwartete uns bereits unser Wanderführer und ehemaliger Revierförster Rolf am Hotel. Unser Bus brachte uns zum Bahnhof Inzigkofen. Von dort aus wanderten wir zuerst über den Nickhof, in dem jetzt die fürstliche Schreinerei vom Schloß untergebracht ist, weiter zum Eingang des Fürstlichen Park von Inzigkofen. In einem stetigen Auf und Ab über Stufen, Treppen, erreichten wir die sagenumwobene Teufelsbrücke. Weiter ging es hinunter an die, über die Donau führende Hängebrücke (freiwillig), wieder zurück auf den Weg und bergauf durch die Lindenallee zum berühmten Amalienfelsen mit wunderschönem Ausblick aufs Donautal.

Der Weg führte uns weiter zum Kloster Inzigkofen. Dort besuchten wir den wildromantischen Klostergarten mit über 250 verschiedenen Kräuterarten, Obstbäumen mit Sitzbänken, Blumenbeeten und Rabatten. Wir warfen einen Blick auf den Nonnenfriedhof und bestaunten die ca. 900 m lange, immer noch sehr gut erhaltene Klostermauer.

Voller Eindrücke ging es zum wohlverdienten Mittagessen ins Bauernhof-Café Winklhof, wo wir uns Dennetle (ein in allen Variationen belegten und im Ofen gebackener Hefeteig)  und dazu frischen selbstgemachten Sauerkirsch-Apfelmost schmecken ließen.

Nach dem Essen bewunderten wir die Arbeiten der Nonnen in der Klosterkirche.  Anschließend ging’s zurück zum Bus. Bei der Rückfahrt wurden wir wieder ausgeladen und wanderten zur Eremitage Meinradskapelle mit wunderschönem Blick ins Tal. An dieser Stelle wurden vor einigen Jahren Grabfunde gemacht.

Nach einem ausgefüllten Tag freuen sich alle auf das gemeinsame Abendessen.

Herbert und Regine

Tag 3: Wanderregion Mühlefels, Schloss Hausen und Rauhenstein

Samstag, 28.9.2019: Nach unserem, wie üblich, üppigen Frühstück ging es mit Andi und Rolf zu unserem ersten Ziel, dem Parkplatz beim Naturfreundehaus auf den Steighöfen.

Dort begann unsere Wanderung zum Mühlefels mit einem ersten Aussichtspunkt hinab ins Donautal und auf die andere Donauseite zum Schloss Werenwag. Früher floss die Donau hier oben, wo jetzt das Schloss steht, vorbei, bis sie sich im Laufe der Jahrmillionen ihr Flussbett durch das Weißjura-Gestein schnitt und heute unten im Tal ihren Lauf hat. Weiter ging es auf unserem Weg zum Schaufelsen, 180 m über der Donau, mit einem herrlichen Blick übers Donautal. Der Rückweg zum Bus führte uns durch einen bereits herbstlich gefärbten Wald, wo uns Rolf Fauna, Flora und Landwirtschaft interessant und humorvoll erklärte.

Der Bus brachte uns dann nach Schwenningen zum Strohpark, wo etliche humorige und interessante Gebilde aus Stroh nachgebaut waren, z.B. eine Szene aus „Max und Moritz“ oder eine Raumfahrt-Rakete.

Nach unserem Mittagessen im Café Kapellenblich in Gnadenweiler spazierten wir einige Meter zur Kapelle „Maria Mutter Europas“, wo uns die Wirtin die Geschichte der Kapelle in einem begeisterndem Vortrag erläuterte. Gestärkt an Leib und Seele ging die Fahrt weiter nach Irndorf zum Aussichtspunkt „Rauher Stein“ und anschließend zum Knopfmacherfelsen mit einem herrlichen Ausblick – 180 m über dem Tal – ins Donautal, Richtung Beuron.

Hinunter ins Tal, vorbei am Soldatenfriedhof, ging es zum Kloster Beuron mit der St.Martin-Kirche. Hier hatten wir das Glück, Zuhörer der Generalprobe eines Barockkonzertes zu werden.

Der Rückweg zum Hotel führte wieder durch das herbstliche Donautal in vielen Serpentinen und Kurven wieder hinauf nach Frohnstetten zu unserem Hotel, wo wir mit einem vorzüglichen und viel zu üppigem Abendessen den Tag ausklingen ließen.

Angelika und Karl

Tag 4: Führung im „Campus Galli“ – Bauen wie vor 1200 Jahren.

Bevor wir wieder nach Hause fuhren, bekamen wir noch eine Führung im "Campus Galli" bezüglich "Bauen wie vor 1200 Jahren. Unser Führer Bernhard hat uns erst einmal das Thema „Campus Galli“ anhand alter Zeichnungen erklärt und uns danach die Anlage gezeigt. Es ist schon faszinierend, wie zu damaligen Zeiten gebaut wurde, da ja das Handwerksmaterial nicht vorhanden war und erst gebaut werden musste. Das "Campus Galli" wird neu erbaut mit Werkzeug aus damaliger Zeit. Handwerker und Ehrenamtliche schaffen dies alles mit den Mitteln des 9. Jahrhunderts. Es war sehr beeindruckend zu sehen, dass sehr viele Menschen ihre Freizeit geben, um dies wieder neu aufzubauen.

Nach ca. 4 Stunden sind wir dann wieder in unseren Bus eingestiegen, um die Heimfahrt anzutreten. Wir möchten uns nochmals ganz herzlich beim Andi bedanken, dass er uns wieder so gut und sicher chauffiert hat. Ein besonderer Dank geht natürlich auch an Beate und Gabi, die mit viel Liebe das Programm zusammengestellt haben.

Monika

 


Hygienisch vorschriftsmaßig in die Nudelfabrik "Gaggli"


Ein "schwindliger" Ausblick auf den "Schwäbischen Crand Canyon".