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11.05.2017

Allgemeines vom TSV Vaterstetten e.V.

Die Aktiv 55+-Wandertour 2 zur Klause Klobenstein

von Karin Stammel

Unterwegs auf alten Schmugglerpfaden...

Am letzten Freitag, dem 5. Mai 2017, hatten sich wieder zwölf Wanderer eingefunden am Treffpunkt TSV-Halle; diesmal im Vorraum, denn das Wetter war nach den Tagen des  Dauerregens immer noch feucht und ungemütlich. Aber die Wettervorhersage  stimmte uns zuversichtlich, dass die angekündigten Aufhellungen von Westen rechtzeitig bis zum Chiemgau vorrücken würden.

Am Irschenberg war schon der erste blaue Fleck am Himmel zu sehen, aber Richtung Schleching sah’s noch sehr dunkel aus und Nieselregen begleitete uns bis zum Parkplatz an der ehemaligen Geigelsteinbahn. Bis die Schuhe angezogen waren, hatte es aber aufgehört und wir genossen die wunderbar frische und saubere Luft, als wir uns aufmachten, den Schmugglerpfaden entlang der Tiroler Achen zu folgen. Angenehme Wege führten durch den frisch ergrünten Wald. Erst als wir das Steilufer zum Grenzfluß zwischen Bayern und Tirol erreichten, war ein steileres Stück mit feuchten, rutschigen Wurzeln und Steinen zu bewältigen – rauf bis zur Grenztafel und dem Ausblick hinüber nach Österreich, wo eine Infowand über die wechselvolle Geschichte dieser Grenzregion berichtet. Danach ging’s wieder ordentlich bergab, hinunter zum Flußbett, das auf einer doch recht wackeligen Hängebrücke überquert wurde.

Hier zeigt sich das Flußufer wild und zerklüftet. An der kleinen Kiesbucht unterhalb von Klobenstein starten auch Raftingtouren und es gibt Bänke und einen Grillplatz. Bevor wir aber das verdiente Mittagessen im urigen Gasthaus Klobenstein bestellten, stiegen wir noch die Stufen hinauf zum Wallfahrtskirchlein Maria Kolbenstein, deren Geschichte auf der Quelle, die aus einem gewaltigen, gespalteten Felsen entspringt, basiert. Die Legende von der Bäuerin, die die Mutter Maria vor den Sturzfluten eines Gewitters und einem Felssturz rettete, besteht seit Jahrhunderten. Das Kircherl wurde im Jahr 1707 erbaut. Aber bereits seit 1696 durfte der Eremit am Fuße des Felsens vorbeiziehende Pilger mit Speis und Trank versorgen.

Mit unseren Wünschen nach den legendären Bratkartoffeln hätten wir die Küche beinahe an ihre Grenzen gebracht – es wird alles frisch von Hand und ohne Strom zubereitet, aber alle wurden mit wunderbaren Leckereien versorgt.
Dann nahmen wir den gleichen Weg wieder zurück zum Parkplatz. Wir waren flott unterwegs, denn mittlerweile war die Sonne herausgekommen und das zarte Grün, die schönen Ausblicke und die angenehmen Temperaturen beflügelten den Schritt. Man soll sich vom Wetter in Vaterstetten nicht abschrecken lassen, sonst verpasst man so manches Mal einen schönen Tag in den Bergen…

 

Die nächste Wandertour führt am 19. Mai entlang des Brannenburger Höhenwegs.

Schon morgen, am 12. Mai,  nehmen die Radler die Strecke „Rund um den Starberger See“ in Angriff. Alle Infos über die TSV-Homepage („Aktivprogramm 55+“).


"Lurchi" am Wegesrand


Grenzgänger im Wald...