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23.10.2026

Allgemeines vom TSV Vaterstetten e.V.

Gemeinsam Verantwortung übernehmen

von Amanda Schulz

Unser PSG-Team stellt sich vor

Kinder- und Jugendschutz soll im TSV Vaterstetten nicht nur auf dem Papier stehen, sondern im Vereinsalltag gelebt werden. Sport und Gemeinschaft sollen Spaß machen, stärken und Selbstvertrauen geben. Damit Kinder und Jugendliche sich beim TSV Vaterstetten sicher und wohlfühlen können, gehören Aufmerksamkeit, klare Regeln und verlässliche Ansprechpartner genauso zum Vereinsleben wie Training, Wettkampf und gemeinsames Miteinander.

Mit Stefanie Roth und Martin Sieber hat der TSV Vaterstetten zwei engagierte Ansprechpartner im PSG-Team. Doch wer sind die beiden eigentlich, was motiviert sie zu ihrem Engagement und was bedeutet Kinder- und Jugendschutz für sie persönlich?

Zwei Ansprechpartner aus unterschiedlichen Abteilungen

Stefanie Roth ist in der Leichtathletik aktiv und betreut dort das Jugendtraining U16. Auf die Frage, wie lange sie schon beim TSV Vaterstetten ist, lautet ihre Antwort: „Gefühlt schon immer.“ Ihr Lieblingssport ist – wenig überraschend – die Leichtathletik.

Martin Sieber kommt aus der Ju-Jutsu-Abteilung. Er ist Abteilungsleiter und Trainer, und auch bei ihm ist der Lieblingssport klar: Ju-Jutsu.

Beide wurden vom Verein angesprochen, ob sie sich im PSG-Team engagieren möchten – und beide haben zugesagt. Dass es persönliche Ansprechpartner für dieses wichtige Thema gibt, ist dabei ein wesentlicher Gedanke.

Kinder- und Jugendschutz ist eine gemeinsame Haltung

Bei der Frage, was Kinder- und Jugendschutz für sie bedeutet, sind sich Stefanie und Martin in einem zentralen Punkt einig: Ein Konzept allein schützt keine Kinder. Entscheidend ist, dass Kinder- und Jugendschutz von den Menschen im Verein verstanden und im täglichen Miteinander gelebt wird.

Dazu gehört für beide ein respektvoller Umgang miteinander ebenso wie Aufmerksamkeit und klare Grenzen. Menschen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, sollen wissen, was im Umgang miteinander in Ordnung ist und was nicht. Gleichzeitig müssen wir hinschauen: Geht es den Kindern und Jugendlichen untereinander gut? Wie erleben sie den Umgang mit Trainern, Betreuern und Eltern? Und wissen alle, was sie tun können und an wen sie sich wenden können, wenn sie unsicher sind oder ihnen etwas auffällt?

Für beide geht Kinder- und Jugendschutz damit deutlich über Regeln und Konzepte hinaus.

Martin versteht Kinder- und Jugendschutz nicht als bloße Einhaltung gesetzlicher Vorgaben. Er beschreibt den gemeinsamen Anspruch als „eine Haltung für ein respektvolles Miteinander und eine Kultur des Nicht-Wegschauens, in der Null-Toleranz gegenüber interpersoneller Gewalt gilt.“

Stefanie unterstreicht dabei besonders die Verantwortung jedes Einzelnen: „Die Prävention und der Schutz vor interpersonaler Gewalt passiert nicht durch Konzepte, sondern durch alle Menschen, die mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben.“ Deshalb ist es wichtig, Regeln für den Umgang miteinander zu kommunizieren und allen zu vermitteln, was sie bei Unsicherheiten tun können und an wen sie sich wenden können.

Was bedeutet ein sicherer Verein?

Auch beim Blick darauf, wie ein sicherer Verein aussehen soll, liegen die Vorstellungen der beiden eng beieinander.

Kinder und Jugendliche sollen sich im TSV ohne Angst entfalten können. Dafür braucht es klare Grenzen und Werte, verlässliche Hilfe und Menschen, die das Thema nicht nur kommunizieren, sondern aktiv vorleben.

Sport soll dabei vor allem das bleiben, was Kinder und Jugendliche daran lieben: Bewegung, Gemeinschaft, Freude und die Möglichkeit, an sich selbst zu wachsen.

Oder wie Martin es formuliert: „Sport und Gemeinschaft sollen Spaß machen, stärken und Selbstvertrauen geben und niemals Angst oder Unsicherheit erzeugen.“

Nicht nur veröffentlichen, sondern selbstverständlich leben

Für die Zukunft haben Stefanie und Martin ebenfalls ein sehr ähnliches Ziel: Kinder- und Jugendschutz soll möglichst breit bekannt und so selbstverständlich im TSV Vaterstetten verankert sein, dass er bei jedem Training und jeder Veranstaltung mitgedacht wird.

Stefanie beschreibt einen sicheren Verein als einen Verein, in dem das Thema „nicht nur veröffentlicht, sondern von allen Betreuern, Trainern, Eltern etc. aktiv vorgelebt“ wird.

Genau dieses Selbstverständnis wünschen sich beide auch für die kommenden Jahre. Neue Mitglieder und ihre Familien sollen von Anfang an damit vertraut gemacht werden. Kinder- und Jugendschutz soll kein separates Thema sein, an das man gelegentlich denkt, sondern ganz selbstverständlich zum Vereinsalltag gehören.

Martin fasst dieses Zukunftsbild mit einem anschaulichen Begriff zusammen: Das Thema soll fest in der „DNA“ des TSV Vaterstetten verankert sein.

Für Kinder und Jugendliche: Ihr dürft euch melden

Besonders nah beieinander liegen auch die Botschaften der beiden an Kinder und Jugendliche.

Wenn ein Verhalten nicht in Ordnung ist oder sich etwas nicht richtig anfühlt, sollen Kinder und Jugendliche wissen, dass sie sich an das PSG-Team wenden können – unabhängig davon, ob es um ein anderes Kind, einen Jugendlichen, Trainer, Betreuer oder Eltern geht.

Martin bringt die Botschaft auf drei kurze Sätze:

„Wir hören zu, wir glauben Euch, wir helfen Euch.“

Eltern, Trainer und Helfer gehören mit ins Boot

Auch bei den Botschaften an Eltern, Trainer und Helfer ergänzen sich die Antworten von Stefanie und Martin.

Eltern sollen wissen, wie der TSV Vaterstetten Prävention und Schutz vor interpersonaler Gewalt versteht, und diese Haltung ihren Kindern vorleben. Gleichzeitig bleibt Erziehung Aufgabe der Erziehungsberechtigten. Der Verein kann unterstützen und einen Rahmen schaffen, in dem Kinder und Jugendliche sich sicher fühlen und gestärkt werden.

Trainerinnen und Trainer, Übungsleiter sowie Helfer tragen ebenfalls dazu bei, dass dieser Rahmen funktioniert. Für Stefanie gehören dazu regelmäßige Update-Schulungen zum Thema. Martin betont die Bereitschaft jedes Einzelnen, sich tatsächlich mit dem Konzept auseinanderzusetzen und es bewusst zu beachten, statt es mit einem „Das haben wir bisher auch nicht gebraucht“ abzutun.

Schulung, Aufmerksamkeit und die bewusste Umsetzung im Alltag gehören für das PSG-Team damit zusammen.

Ein gemeinsames Ziel

Was sich durch die Antworten von Stefanie und Martin zieht, ist ein gemeinsames Verständnis davon, wohin der Weg führen soll: Kinder- und Jugendschutz soll im TSV Vaterstetten nicht als zusätzliche Aufgabe wahrgenommen werden, sondern selbstverständlicher Bestandteil des Vereinslebens sein.

Kinder und Jugendliche sollen Sport und Gemeinschaft erleben, sich entfalten und Selbstvertrauen entwickeln können. Gleichzeitig sollen sie wissen, dass Grenzen respektiert werden, hingeschaut wird und Hilfe da ist, wenn sie sie brauchen.

Stefanies Wunsch nach „größtmöglicher Bekanntheit“ des Themas und Martins Wunsch, dass „es nie zu einem Fall kommt, in dem jemand zu Schaden kommt“, beschreiben dabei zwei Seiten desselben gemeinsamen Ziels.

Denn wirksamer Kinder- und Jugendschutz entsteht dort, wo viele Menschen gemeinsam Verantwortung übernehmen.

Ein herzliches Dankeschön an Stefanie und Martin, dass sie diese wichtige Aufgabe für den TSV Vaterstetten übernehmen und sich als Ansprechpartner für unsere Kinder und Jugendlichen, Eltern, Trainer, Übungsleiter und Helfer engagieren.

Ihr habt Fragen, seid unsicher oder möchtet euch an unser PSG-Team wenden?

Die Kontaktdaten von Stefanie und Martin sowie weitere Informationen zu unserem Kinder- und Jugendschutz und zur Weiterentwicklung unseres Präventions- und Schutzkonzepts findet ihr auf unserer neuen Seite:

Kinder- und Jugendschutz beim TSV Vaterstetten:
https://www.tsv-vaterstetten.de/verein/seite/258